Minus 6 Grad in der Nacht, 15 Kg Hiking-bag auf dem Rücken, 15 Km-Wanderung per Tag… diese sind nicht unbedingt die idealen Voraussetzungen für ein fünftägiges Schoolcamp der Jahrgangstufen 7 und 8 in einem National Park. Das Abenteuer bereits startet, wenn die 17 12 bis 13-jährige die Zivilisation verließen und sich von Eltern in New England National Park verabschiedet wurden. 
New England National Park
Die erste Nacht in der Wildnis war die kälteste(vielleicht Minus 6,7 oder 8), da the Point Look Out, wo wir gecampt haben, auf ca. 1200m Höhe liegt. Oho, es war A°°°° kalt und ihr hättet mich sehen müssen, wie ich gekleidet war. Einige fragten, wo kam der Pandabär her? Spaß, das war übertrieben, ich sah nämlich viel schmuseliger aus als ein Pandabär^^ mit meinen gefühlten 20 Pullis und Tshirts, 10 langen Hosen, 5 paar Socken und natürlich Mütze, Handschuhe und Schal im Gesamtpaket. Die Mission war einfach die erste Nacht zu überleben, mir wurde gesagt nach der ersten Nacht gehen wir Richtung Tal und dann würde es immer wärmer(also keine Minus-Grade) werden. Auf jeden Fall der zweite Tag begann um 4 Uhr morgens(wohl gemerkt), als ich fast schwitzend in meinen 4 Schlafsäcken aufgeweckt wurde. Um 7 Uhr brach unser erster Wanderungstag an. Es war echt ein langer Tag, obwohl wir die ganze Zeit fast bergab gingen. Vielleicht war ich einfach nicht der wahre Backpacker und nicht gewohnt eine schwere Tasche auf dem Rücken zu haben. Nach ca. 17Km und es immer dunkler wurde und ich fragte mich ungeduldig, ob es eine heiße Dusche an unserem Campingplatz gäbe. Als wir endlich einen kleinen Fluss mit einer freien Sandfläche entdeckten, schickte Bob(unser Leader) uns zum Holzsammeln. Ich fragte ihn verzweifelt, ob wir hier übernachten werden würden. Ausdruckslos und entschlossen nickte er. Ich dachte, er muss das ernst gemeint haben. Es war ernst und gleichzeitig platzte mein Traum mit der heißen Dusche, obwohl die meinen Schultern gut getan hätte. Aber als wir an unserem Feuer saßen und uns irgendwelche Geistergeschichten von Joseph(Lehrer) anhörten, verschwand plötzlich unser Schmerz, na ja mindestens für ein paar Minute^^. Um halb 9 träumte ich bereits von nächstem Tag…
So ähnlich verliefen die folgenden Tage, wir standen um 6 Uhr auf und hatten eine Suppe und eine Besprechung über den vergangen Tag beim Frühstück. Wir wanderten durch unzählige Regenwälder, kletterten hohe Felsen und überquerten eiskalte Flüsse…und freuten uns den ganzen Tag auf die heiße Chinesischpackungsnudel in unseren Tassen am Abendlagerfeuer. 



A Red-bellied black Snake at our track
Am vorletzten Tag wurde ich sogar ermutigt ins Wasser zu gehen. Bevor ich diesen Teil erzähle, würde ich gern fragen: kennt ihr alle den Film „Titanic“ und dessen Schlussteil? Ich kann euch genau beschreiben wie kalt das Wasser war: wie 1000 Nadelstiche in deinem Körper und nun weiß ich auch warum so viele Menschen in diesem Film gestorben sind… Ihr könnt euch dann vorstellen, wie stolz ich war, einer der Überlebenden des Bellingenrivers zu sein.
Endlich am letzten Tag nach einer Schlammigen Wandertour, begrüßten die Eltern am anderen Ende des National Parks die Krieger des Jungles mit leckerem Essen. Wir waren dreckig, aber es war uns gleichgültig und wir schlangen, als ob wir zwei Wochen nichts zu essen bekamen.
Zurück zur Zivilisation und zu Hause war man erst bewusst, wie glücklich man war. Man schätzte nun viele kleinen Dinge im Alltag wie: Wasserhahnwasser, heißes Essen und sogar einen richtigen Toilettengang usw. Das Camp war unvergesslich sowohl für mich als auch für die 17 tapferen Steinerkids. Es war zwar das erste Mal, aber wir alle haben es gut überstanden, auch wenn es zwischendurch ein kleines Beschweren gab(wirklich nur ein kleines^^)
Danke an alle, die diese einmalige abenteuerliche Erfahrung so unvergesslich gemacht haben!!!
Euer Überlebenskünstler Qi



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